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Atemberaubend - Warum 24/7?!

Aktualisiert: Apr 2


Immer wieder werde ich gefragt, warum wir als Gebetshaus rund um die Uhr beten wollen.

Ist das nicht übertrieben? Ist das nicht eine Verschwendung? Sagt Jesus nicht, dass wir im Gebet nicht plappern sollen wie die Heiden? Warum 24/7?

All dies sind berechtigte Fragen. Daher sollen an dieser Stelle sieben Antworten gegeben werden, warum Tag & Nacht zu beten nicht nur legitim, sondern atemberaubend sinnvoll ist.

1. Das biblische Gebot

Mehrfach finden wir in der Bibel Aufforderungen zu unablässigem Gebet (z.B. 1Thess 5,17). Dies sind nicht nur Gebote an den einzelnen Christen, sondern richten sich in der Regel an eine Gemeinschaft von Jüngern. 24/7 Anbetung und Gebet ist demnach ein Auftrag an die Kirche. Da nicht jede Ortsgemeinde alleine diesem Gebot nachkommen kann, macht es Sinn einen besonderen Ort des Gebets für eine gesamte Region einzurichten.

2. Das historische Vorbild

In der zweitausendjährigen Kirchengeschichte finden sich zahlreiche Beispiele für unablässiges Gebet. So haben zum Beispiel Mönche im 5. Jahrhundert, der „Orden der Akoimetoi (wörtl. der Schlaflosen)“, ununterbrochen gebetet. Ebenso das Kloster in Bangor, Irland, wo über dreihundert Jahre beständiges Lob aufstieg, oder die Herrnhuter Brüder um Graf Zinzendorf, die eine über hundertjährige 24/7-Gebetskette starteten. Es gäbe viele, viele weitere historische Vorbilder zu nennen, aber der Punkt ist: 24/7 Anbetung und Gebet ist keine „neumodische Erfindung“, sondern steht in einer langen Tradition geistlicher Aufbrüche.

3. Das himmlische Vorbild

Millionenfach beten Christen weltweit: „Wie im Himmel, so auf Erden!“ Doch wie ist es im Himmel? – Gemäß Offenbarung 4 ist es der Wohnort Gottes und sein Thron ist das Zentrum von allem. Außerdem ist an diesem Ort 24/7 Anbetung (Offb 4,8). Wenn Gottes Regierung im Himmel im Kontext von unablässigem Lobpreis ausgeübt wird, wird seine Herrschaft auf Erden nicht auf dieselbe Weise anbrechen?! Unser Gott thront im Lobpreis seines Volkes (Ps 22,4).

4. Der soziologische Faktor

Wir leben in einer Zeit, in der alles rund um die Uhr stattfindet. Hotlines, Tankstellen, Fast-Food-Restaurants und vieles mehr. Viele Menschen haben keinen „Nine-to-five-Job“, sondern arbeiten im Schichtdienst oder am Wochenende. Christen suchen einen Ort der Gottesbegegnung, der sich flexibel ihren Bedürfnissen anpasst. Eine Antwort auf die veränderten Lebensbedingungen im 21. Jahrhundert ist ein Gebetshaus, das allezeit geöffnet ist.

5. Der Produktivitätsgedanke

Natürlich gilt beim Gebet nicht die einfache Formel: Viel hilft viel. Und ja, Jesus warnt davor im Gebet zu plappern und zu meinen, dass Gott uns wegen der vielen Worte erhört (Mt 6,7). Aber: Wenn in Industrie und Wirtschaft in Schichtdiensten gearbeitet wird, um den Profit zu steigern, wenn in Sozialwerken und Krankenhäusern rund um die Uhr gearbeitet wird, um die Not der Menschen zu lindern, wie viel mehr sollten wir Tag und Nacht, ohne Unterlass für die Ausbreitung des Reiches Gottes beten?!

6. Der geistliche Kampf

Auch auf die Gefahr hin, dass es sich zu pathetisch anhört: Wir sind im Krieg. Das Neue Testament beschreibt das Leben als Christ immer wieder als Kampf (z.B. 1Tim 6,12; 2Tim 2,3) und beschreibt einen geistlichen Konflikt zwischen den Gläubigen und den unsichtbaren Mächten (2Kor 10,4; Eph 6,12). Tag und Nacht verklagt der Teufel die Christen (Offb 12,10), daher wollen wir nicht nur tagsüber, sondern auch in den Nächten auf unserem Posten sein (Ps 134). Gebet bei Tag und Nacht ist keine Option, sondern ein strategischer Auftrag für die Ausbreitung des Reiches Gottes.

7. Die Würde Jesu

Anders ausgedrückt: Weil ER es wert ist! Auch wenn die Gründe 1-6 nicht zutreffen würden, dieser Grund ist Grund genug: Jesus ist unendlich würdig angebetet zu werden und unsere Liebe und unseren Gehorsam zu empfangen. 24/7 ist unsere Limitation, es ist das Maximale, was wir bringen können. Wenn 25/8 möglich wäre, würden wir das bringen wollen. Jesus ist es wert, dass wir unsere Kostbarkeiten verschwenderisch auf Ihn ausgießen (vgl. Mk 14,3-9). Ja, es ist eine Verschwendung, man nennt es Liebe!

Darum 24/7!


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